„Wir (k)entern den Spreewald“

DSC01019… unter diesem Motto ging eine bunte Gruppe vom 7 Mädels und 12 Jungs im Alter von 10-14 Jahren zusammen mit 6 Mitarbeitern am Himmelsfahrtswochenende 2017 auf Abenteuertour. Bereits die  Fahrt nach Burg im Spreewald mit 2 PKWs, 2 Kleinbussen und einem riesigen Bootsanhänger verwandelte sich durch einen Mega-Stau auf der A4 zu einem Geländespiel und war nicht von allen vor Sonnenuntergang zu bewältigen.

Das ersehnte Ziel war ein wunderschöner Zeltplatz direkt an einem Kanal. Mit vereinten Kräften wurde das Gepäck transportiert und die Zelte aufgebaut. Nach getaner Arbeit stärktensich alle mit leckerem Eintopf und verschwanden dann müde aber gespannt in ihren Schlafsäcken.

Voller Tatendrang wurde der nächste Tag im Jungszelt bereits 6.00 Uhr begonnen und so hatten einige sehr viel Zeit, um am gemeinsamen Tagesstart mit Bibellese und Gebet teilzunehmen. Im Laufe des Wochenendes hat sich die allgemeine Aufstehzeit dann deutlich nach hinten verschoben. Bei der Vorbereitung der Mahlzeiten und natürlich auch beim Abwaschen musste jeder mit anpacken und so konnte das Frühstück erst beginnen, als Semmeln und Wasser geholt, die Wurstplatten aufgelegt, das Obst und Gemüse geschnitten und der Tisch gedeckt war. Teewasser und Mittagessen kochten über dem Holzkohlefeuer und am Abend wurde gegrillt.

Jeden Tag trafen wir uns zu einer Bibelarbeit in der wir über ein faszinierendes Wunder von Jesus nachdachten. Wir stellten fest, dass er durch Gottes Kraft Dinge tun konnte, die seine Zeitgenossen für absolut unmöglich hielten. Zum Beispiel heilte er einen aussätzigen Juden. Einen Besessenen, der dazu stumm war, machte er frei und glücklich und einem blind geborenen jungen Mann gab er das Augenlicht. In allen diesen Begebenheiten erkannten wir, dass Gott Unmögliches möglich macht – bis heute, und es ist toll, so einen starken Herrn an der Seite zu haben. Das hörten wir auch in unseren Gute-Nacht-Geschichten über einen Jungen namens Adam, der sein Vertrauen mehr und mehr auf diesen großen Herrn richtete.

Von Donnerstag bis Samstag verbrachten wir natürlich ganz viel Zeit mit unseren Booten auf dem Wasser. Mit Schwimmwesten und Paddel ausgerüstet ging es ans Fließ, die Boote wurden eingesetzt und nun hieß es, irgendwie vorwärts kommen und einigermaßen geradeaus fahren.Das war am Anfang richtig schwer und es mussten sich erst Teams finden, die gut miteinander harmonierten.

Am Freitag startete für die Kinder ganz überraschend ein Wassergeländespiel. Ein Mitarbeiter brachte uns einen mit Theaterblut wunderschön geschminkten „Verletzten“ und forderte uns auf, die Opfer eines Flugzeugabsturzes zu retten. In drei Teams ließen wir unsere „Rettungsboote“ zu Wasser und suchten Passagiere, Piloten und andere Crewmitglieder am Rand der Kanäle, die von den jüngeren Mitarbeitern und unseren Konfis gespielt wurden. Alle „Verletzten“ mussten zum Sanitäter gefahren werden und brachten der Gruppe Punkte. Leider gab es auch blinde Passagiere für die man Minuspunkte kassierte.

Am nächsten Tag bestritten drei Teams eine Wettfahrt in das Spreewaldörtchen Leipe, bei der unterwegs verschiedene kniffelige Aufgaben zu lösen waren. Für den Rückweg nach dem Mittagessen und unserer Bibelarbeit wurden die Bootsbesatzungen noch einmal ganz neu gemischt. Diese Tour kann ohne Zweifel als die „Nasseste“ bezeichnet werden, obwohl am gesamten Wochenende kein einziger Tropfen Regen fiel.

Wenn wir nicht unterwegs waren, verbrachten die Jungen jede freie Minute auf dem Sportplatz, die Mädels waren beim Lesen und Quatschen im Zelt, am Fließ und auf dem Spielplatz zu finden. Am Freitag konnte jeder zur Erinnerung an das Wochenende ein kleines Paddelboot aus Holz basteln.

Am Sonntag mussten wir bei hochsommerlichen Temperaturen unser Lager abbauen und alles in den Autos verstauen. Dabei kam jeder noch einmal richtig ins Schwitzen und ein ganzer Stapel übriggebliebener Socken wollte bei der Hitze einfach keinen Besitzer mehr finden.

Nachdem alles geschafft war, trafen wir uns noch einmal zu einem richtig großen Abschlussessen in einer Pizzeria in Vetschau. Alle Abenteurer kamen ausgepowert und glücklich zu Hause an. Wir danken Gott für dieses gesegnete, gelungene, tolle, entspannte, unfallfreien und sonnige Wochenende.

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