Besuch in Tating – jetzt mit Bildern

dscn0804Besuch bei der Patengemeinde in Tating vom 27. bis 30.04.2013

Pünktlich lud uns der Touristikunternehmer Thomas Fiedler aus Plauen in seinen 16-Mann-Bus ein und als in Zwickau Frau Jehn zugestiegen war, ging es frohgemut Richtung Norden. Unterwegs unterhielt uns Thomas mit allerlei Lustigem und Interessantem an der Strecke. Und als wir dann noch eine Polizeikontrolle an der Autobahn gut überstanden hatten, kamen wir gegen 14.45 Uhr in Hamburg an, wo wir an den Landungsbrücken den Barkassen und größeren Passagierbooten, die zur Hafenrundfahrt einluden, zuschauten, während wir uns ein obligatorisches Fischbrötchen einverleibten.

Köhlbrandbrücke, Schüttgut- und Containerhafen, Passagierhafen mit einem AIDA-Kreuzfahrtschiff und den Terminals sahen wir vom Bus aus, ebenso bei der Weiterfahrt das Gelände des Fischmarkts, Theater, die tanzenden Hochhäuser u. a. in der Stadt.

Bis Eiderstedt nutzten wir die Zeit zum Singen (aus den roten Gesangbüchern), so dass wir bei der Ankunft um 18.00 Uhr in Tating unsere Gastgeber mit „Gut, dass wir einander haben“ grüßen konnten bzw. anschließend in der Kirche von Pastorin Höflin mit einem Flötensolo und herzlichen Worten selbst begrüßt wurden. Hans-Jacob Peters, der unermüdliche Organisator, brachte uns ins Bewusstsein, dass unsere Partnerschaft mit dem 1. Besuch der Eiderstädter 1988 in Obercrinitz (mit zwei Kleinbussen) begann und inzwischen 25 Jahre anhält.

Am Sonntag trafen wir uns alle wieder zum Kantatengottesdienst in St. Peter und niemand stieß sich daran, dass der Kinderchor noch probte, als schon etliche Besucher Platz nahmen. Kinder- und Erwachsenenchor, zahlreiche Bläser gestalteten einen bunt gemischten Gottesdienst mit Pastorin Boysen.

Anschließend stärkten wir uns mit Grillbratwurst und den verschiedensten Salaten im Gemeindehaus.

Später führte uns Herr O. Jensen (Mitglied des Tourismusvereins, der sich besonders um die Geschichte des Ortes und das dazu gehörende Museum verdient gemacht hat ) durch den historischen Kern von St. Peter – ehemals ein „Armendorf“ wie Ording im Vergleich zu den anderen Eiderstädter Orten – jetzt Touristenmagnet und teures Pflaster. So bekamen wir z. B. den originalen Sarg zu sehen, in dem die Strandleichen früher aufgebart wurden, ein nach gebautes Backhäuschen, dessen Brot auch heute sehr gefragt ist u. a. m. Beeindruckt waren wir auch von dem Denkmal „Jan und Gret“. Sie symbolisieren die „lütten Lüüd“ (kleinen Leute) von Sankt Peter und Ording in Zeiten vor dem Tourismus, die dem Meer in mühevoller Arbeit u.a. Muscheln, Krabben, Krebse und Schollen abrangen. Für die Bronzefiguren brachte die Bevölkerung vor Ort durch vielerlei Aktivitäten 120000 DM auf.

Danach bei strahlendem Sonnenschein ließen sich einige einen Pharisäer im Gartenlokal schmecken oder schlenderten durch die auch am Sonntag offenen Läden auf der Suche nach kleinen Geschenken.

Das gemeinsames Kaffeetrinken von Gastgebern und Gästen in Tating mit leckeren Torten beendete den allgemeinen Teil und den Rest des Tages verbrachten wir mit den Gastfamilien, z. B. abends mit Bummel auf der neu gestalteten Strandpromenade in St. Peter, Strandspaziergang bei Sonnenuntergang, Bewunderung der großen brennenden Fackeln auf der Promenade und Einkehr bei Gosch, einem Fischrestaurant, um einen Absacker zu uns zu nehmen.

Am Montag kam es aus Witterungsgründen nicht zur geplanten Wattwanderung (trotz Gummistiefelausrüstung), dafür aber zu einem beeindruckendem Strandspaziergang, wo der Sand bei einer steifen SW-Brise „wanderte“ und uns die salzhaltige Seeluft um die Nase blies.

Nachmittags zur Fischkutterfahrt von Büsum aus strahlte die Sonne wieder und es hätte nicht schöner sein können. Beim Krabbenfang kommt es natürlich zu allem möglichen Beifang und die Besatzung erklärte und zeigte uns z. B. Seestern, Skorpionsfisch, Aalmutter, Krebse, während die Krabben an Bord gekocht und anschließend zum Verzehr angeboten wurden (für alle, denen das Pulen nicht zu mühsam war). Zeit für ein Eis war anschließend in Büsum auch noch.

Um 19.00 Uhr trafen wir uns zu einem kurzweiligen geselligen Abend, diesmal in Welt, wieder. Grußworte, so auch vom Pastor Beermann für Welt und Tümlauer Koog, wurden ausgetauscht, an Begebenheiten innerhalb der Partnerschaft erinnert, die als Gastgeschenk mitgebrachte Bodenvase überreicht, die Einladung nach Obercrinitz in 2 Jahren ausgesprochen und vor allem die Lachmuskeln beansprucht, u. a. beim Computer-Sketch und dem von Georg Köhm dargebrachten „Zauberlehrling“. Natürlich war auch für Essen und Trinken bestens gesorgt und für Gruppenfotos blieb genügend Zeit

Rasch waren die gemeinsamen Stunden und Tage vergangen und am Dienstag, nach Erteilung des Reisesegens in der Tatinger Kirche und dem obligatorischen Abschiedsfoto davor, traten wir kurz nach halb Zehn die Heimreise an.

Dank für alle Bewahrung während der Reise an unseren HERRN, für die tolle Atmosphäre im Bus und an Karla Drescher für ihre organisatorische Arbeit sei hiermit ausdrücklich gesagt.

geschrieben von Christa Hain

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