Ja nee, glaub‘ schon….

…dass Spanien verdient Europameister ist, dass das schöne Wetter bis heute abend hält, dass Homöopathie hilft, dass Ines schwanger oder XY unschuldig ist.

Was glaubt der Mensch nicht alles oder eben auch nicht. Und was kann man alles glauben! Eigentlich alles! Natürlich kann man nicht alles glauben, aber man könnte – rein theoretisch. Und genau das sind solche Aussagen ja meist: reine Theorie, die jemand anderes unter anderen Umständen vielleicht ganz anders treffen würde.

Also ich glaub‘ zum Beispiel nicht wirklich an die Wettervorhersagen der Freien Presse, sehr wohl aber den Aussagen meines Mannes (generell, nicht das Wetter betreffend) und meistens an ein gutes Ende. Und ich glaube auch an GOTT.
Schon während ich das schreibe, ist mir nicht ganz wohl, diese Aussage in die Reihe der anderen einzugliedern. Hat sie doch für mich eine ganz andere Bedeutung, obwohl sie das gleiche Verb „glauben“ benutzt.

Sind glauben und glauben denn zwei verschiedene Dinge? Ja – mindestens!

Laut Statistik (der man ja nun auch nicht immer glauben kann) glauben 65% der Deutschen an GOTT. Wie schön!
Aber was meinen sie damit? Und wie kommt es dann, dass man sich als Christ oft so allein auf weiter Flur vorkommt? Sei es auf Arbeit, in der Schule, im Elternrat oder anderswo.
Und auch die Kirchen sind sonntags höchstens mit 5% der deutschen Bevölkerung gefüllt, für 65% würden sie niemals genügend Platz bieten. Natürlich kann man die Zahl der Christen nicht mit der Zahl der Gottesdiensbesucher gleichsetzen. Nicht jeder Christ geht jeden Sonntag zur Kirche.  Und doch zeigt die enorme Differenz: Irgendetwas stimmt nicht mit dem Glauben. Oder es herrscht ein großes Missverständnis, was den Glauben an GOTT betrifft.

Was ist denn Glaube?
Eine Aussage, eine Theorie, mit der ich prinzipiell übereinstimme? Dass es einen GOTT gibt, dass die Geschichten aus der Bibel wahr sind, dass JESUS wirklich GOTTes Sohn war und dass ER für meine Schuld gestorben ist? Huch, jetzt wird’s aber ganz schön persönlich.  Aber genau das ist es: eine ganz persönliche Sache! Es geht um mich und um GOTT. Um unsere gemeinsame Geschichte.
Denn was nützt der Glaube in Gedanken? Nichts und niemandem.
Glaube ist keine theoretische Sache, der ich zustimmen oder die ich ablehnen kann- Glauben ist lebendige Beziehung zu GOTT. Ein Christ sieht nicht (nur) den allmächtigen und allen Dingen übergeordneten GOTT, sondern er kennt diesen GOTT ganz persönlich, hat ihn kennengelernt, erfahren – auf unterschiedlichste Weise -, ihn liebgewonnen und letztlich sogar sein Leben IHM anvertraut, eben weil er erlebt hat, dass man GOTT blind vertrauen kann, IHM und seinen Zusagen glauben kann. Das bedeutet Glaube im biblischen Sinne: Vertrauen und Beziehung, mit allem, was dazu gehört: Miteinander reden, sich auseinandersetzten, zweifeln, widersprechen, die Zweifel überwinden, um Rat fragen, sich gemeinsam freuen und auch traurig sein, GOTT kennen- und lieben lernen.  Ja, das geht! Durch Gebet, das Lesen in der Bibel und Austausch mit anderen Christen. So ist GOTT mir täglich nahe.

Es geht nicht um den lieben GOTT im Himmel, es geht um meinen GOTT. Es geht nicht um Zustimmung oder Ablehnen der biblischen Theorien, sondern um gelebte Beziehung und persönliche Errettung, denn JESUS ist tatsächlich für mich ( und auch für den, der das hier liest) am Kreuz gestorben. Damit ich die Chance habe, versöhnt (kommt von „Sohn“!) und schuldenfrei mit GOTT in Beziehung zu treten. Persönlicher geht’s nicht.

Also – glaubst du?

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