Der rosa Elefant auf unserer Couch

… ist ein geflügeltes Wort für eine Sache, die für alle offensichtlich im Raum steht und dennoch nicht zur Sprache kommt.

Damit uns so etwas nicht passiert, muss ich hier kurz über die Vorgänge der letzten Monate in unserer Sächsischen Landeskirche schreiben.

Wenn man bei Google die Begriffe „Sächsische Landeskirche“ eingibt und auf die Auto-Vervollständigen-Funktion des Suchdienstes wartet, bekommt man als erstes den Begriff „Synode“ und anschließend „Homosexualität“ vorgeschlagen.

Wie kam es dazu?

Hier meine kleine Chronologie der Ereignisse:

 

04. 07. 2012 Die idea Spektrum sieht zwei Lager in der sächsischen Landeskirche   Link 
11. 06. 2012 Landesbischof Bohl beurlaubt die Mitarbeiter des Evangelisationsteams, die zur Spaltung der Landeskirche aufgerufen haben und gibt eine Erklärung ab   Link
01. 06. 2012 In einer Stellungnahme zum Beschluss der Frühjahrs-Synode erkennt das Evangelisationsteam (eine Arbeitsgruppe innerhalb der Sächsischen Landeskirche rund um Lutz Scheufler) Landesbischof, Kirchenleitung und Synode die geistliche Leitung der sächsischen Kirche ab   Link
Gleichzeitig wird zur Gründung einer „Bekenntnissynode“ aufgerufen (ein Begriff aus der NS-Zeit)   Link
21.- 23. 04. 2012 Auf der Frühjahrstagung der Landessynode ist das neue Pfarrdienstgesetz Thema Nr. 1   Link
Vortrag von Prof. Berthold   Link
Stellungnahme des Landesbischofs   Link
Die abschließende Erklärung der Landessynode zum §39 ist ein Kompromiss zur Versöhnung der gegensätzlichen Standpunkte   Link
Februar 2012 Als Reaktion auf den Beschluss vom 20. Januar gründet sich die Sächsische Bekenntnisinitiative und gibt eine Erklärung ab   Link
20. 01. 2012 Auf einer Sitzung der sächsischen Kirchenleitung wird beschlossen, dass beim Thema Homosexualität kein „status confessionis“ vorliegt – also keine Frage, deren Antwort unmittelbar die Grundlagen unseres Glaubens betreffen. Vielmehr wird darauf verwiesen, dass Themen wie dieses in den Bereich der Seelsorge fallen.   Link
Die Erklärung von Bischof Bohl dazu   Link 
Mitte 2011 Als Reaktion auf das in Vorbereitung befindliche neue sächsische Pfarrdienstgesetz formuliert Pfarrer Gaston Nogrady die Markersbacher Erklärung, die von vielen Kirchenmitgliedern und Vereinigungen unterschrieben wird   Link
10. 11. 2010 Das neue Pfarrdienstgesetz der Evangelischen Kirche in Deutschland nimmt Bezug auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz   Link
20. 10. 2010 Eine Arbeitsgruppe „Homosexualität in biblischem Verständnis“ wird eingesetzt und gibt einen Bericht ab   Link
14. 08. 2006 Der Bundestag verabschiedet das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das unter anderem festlegt, dass die „sexuelle Identität“ nicht zu Benachteiligungen führen darf   Link
2001 Im Sächsisches Pfarrdienstgesetz wird festgeschrieben, dass im Pfarrhaus Homosexualität nicht gelebt werden darf   Link
 
4 v.Chr. bis 31 Jesus Christus erklärt GOTT und seine Sicht auf die Welt   Link
 
550 v. Chr.  Levitikus: In den Gesetzestexten wird Homosexualität zwischen Männern als Gräuel bezeichnet   Link 
Andere Gräuel   Link

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                    
Ich möchte zur Vielzahl der Beiträge hier nicht noch meine eigene Bewertung hinzufügen (auf Anfrage aber gerne persönlich).

Passend vielleicht diese Begebenheit zum Thema „Wieviel Vielfalt hält eine Kirche aus?“ :

Ein Mann geht über eine Brücke und sieht, wie jemand von der Brücke in den Tod springen will.
“Halt!”, ruft er, “warum wollen Sie das tun? Es gibt so viel, für das es sich zu leben lohnt!”
       „Ach ja?”, antwortet der Selbstmörder, “was denn zum Beispiel?”
“Nun ja – sind Sie religiös?”
         “Ja”
“Sind Sie Christ?”
         “Ja, bin ich.”
“Wunderbar! Ich auch! Katholik oder Protestant?”
         “Protestant.”
“Denken Sie: Ich auch! Welche Kirche?”
         “Baptist.”
“Halleluja!! Ich bin auch Baptist! Reformierte Baptisten oder Liberale Baptisten?”
         “Reformierte Baptisten.”
“Ein Bruder! Reformierte Baptisten der alten oder neuen Provenienz?”
         “Alte Provenienz”
“O, es ist nicht zu fassen. Was für ein Wunder! Alte Provenienz der Elberfelder oder der Barmer Reformation?“
         “Reformierter Baptist Alter Provenienz der Elberfelder Reformation.”
“Ich kann es nicht fassen. Ich auch! Gesangbuch von 1856 oder 1877?”
         “1877.”
„Dann spring, Du Ungläubiger!“

(gefunden bei Arno Backhaus www.arno-backhaus.de )

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1 Antwort

  1. Ruben sagt:

    Die Predigt heute im Gottesdienst hatte einen Text aus 1. Kor. 6 http://www.bibleserver.com/#/text/LUT/1.Korinther6 zum Thema. Da gehts um Streit unter Christen. Paulus ordnet da alle Christen stumpf in eine Kategorie ein: Sünder. Und zwar gerettete.
    Die Botschaft von Pfarrer Sorger: für uns als von GOTT erneuerte Menschen gilt sein neues Gesetz, das nicht in Stein sondern in unser Herz gemeißelt ist.

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