Das Ende der Welt

Nein, nein, keine Angst, ein genauer Termin ist mir nicht bekannt. Da wir heute aber definitiv so nahe dran sind wie nie zuvor, will ich mal ein paar Gedanken dazu kundtun.

Ich war mal in einer sogenannten „Geisterstadt“. Mitten in der Wüste eine ausgestorbene Stadt. Überall leere und verkommene Häuser, rostige Schilder und andere verstaubte Überbleibsel der einst dort lebenden Bevölkerung. Jetzt allerdings findet man keine Menschenseele mehr vor, nur sich selbst. Und das ist wirklich ein sehr erschreckendes und apokalyptisches Bild. Man muss unweigerlich dran denken, ob so wohl mal die Erde aussieht, wenn alles menschliche Leben dahin ist.

Es gibt ja aber noch ein anderes Ende der Welt, nämlich nicht das unseres Daseins oder Planeten, sondern unser ganz persönliches. Mein erstes Weltende erlebte ich mit 17 Jahren, als gesundheitliche und persönliche Katastrophen gleichzeitig hereinbrachen und mein bisheriges Leben nicht nur in Frage stellten sondern auch in vielerlei Hinsicht beendeten. Und mit 17 Jahren denkt man dann tatsächlich, jetzt ist das Ende der Welt gleich da, Jesus kommt wieder. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass oder wie mein Leben weitergeht. Ich war mit meinen Träumen und Plänen am Ende angekommen. Zum Glück hatte ich liebe Menschen, die für mich dawaren und die Verzweiflung mit mir ausgehalten haben. Und tief in mir war da ein Fünkchen Hoffnung, dass GOTT vielleicht doch eine Zukunft für mich hat, auch wenn ich sie noch nicht sehen kann. An diese Hoffnung klammerte ich mich, ich hatte ja auch nichts anderes.

Und tatsächlich kamen nach einer gefühlten Ewigkeit voller Dunkelheit kleine Lichtstrahlen in mein Leben. Mal ein kleiner Hoffnungsschimmer hier und und eine neue Möglichkeit da und meine Hoffnung wuchs mit. GOTT hielt sein Versprechen, mir beim Lastentragen zu helfen, sei es durch Mitmenschen, Musik oder durch Momente, in denen ich im Gebet Ruhe und Frieden finden konnte. Mein „neues“ Leben entstand Stück für Stück und es stellte sich im Nachhinein sogar heraus, dass es besser und passender für mich war als das „alte“.

Das klingt alles sehr dramatisch, war es auch, aber ich weiss, dass jeder so oder in einer anderen Art einmal an das Ende seiner persönlichen Welt kommt, wo einfach nichts mehr Bestand zu haben und alles sinnlos scheint. Und da kann und will ich bezeugen, dass denen, die an GOTT festhalten, alle Dinge letztendlich zum Guten dienen. Auch wenn man selbst nicht mal den Hauch einer Ahnung hat, wie es weitergehen soll, GOTT denkt größer und hat einen guten Plan für unser Leben. Und hat man diese Erfahrung einmal gemacht, ist man in nachfolgenden Lebenskrisen ein ganzes Stück reicher an Hoffnung und Gewissheit, dass GOTT schon weiss, was er tut und es gut mit uns meint.

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1 Antwort

  1. Christian sagt:

    Ein sehr starkes und bewegendes Zeugnis, was ich so noch nie von Dir gehört habe- die Ehrlichkeit und gleichzeitig diese bewusste Aussage hat mich sehr berührt.Danke!

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