{"id":9307,"date":"2017-08-10T06:33:12","date_gmt":"2017-08-10T04:33:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/?p=9307"},"modified":"2023-01-02T09:56:59","modified_gmt":"2023-01-02T08:56:59","slug":"am-10-august-1917","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/2017\/08\/am-10-august-1917\/","title":{"rendered":"Am 10. August 1917 &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; &#8211; also heute genau vor 100 Jahren &#8211; starb der Obercrinitzer Pfarrer Ernst M\u00fcller. Sein Grab ist &#8211; zwischen Kirche und Pfarrhaus &#8211; erhalten. Sein Enkelsohn Wolf G\u00fcnther Koch aus Dresden hat mir in <!--more-->diesen Tagen folgenden Text zukommen lassen, dem ich gern viele Leser w\u00fcnsche. F\u00fcr mich ist das ein spannender Einblick in die Obercrinitzer Geschichte vor meiner Zeit. Schon damals gab es Zeiten, in denen Obercrinitz, Stangengr\u00fcn und Obercrinitz zusammengeh\u00f6rten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8220;Zum 100. Todestag von Paul Emil Ernst M\u00fcller, Pfarrer von Obercrinitz von 1912 bis 1917, 10. August 2017<\/strong><br \/>\nErnst M\u00fcller wurde am 11. 1. 1881 als zweites Kind des evang.-luth. Bezirksschullehrers Christian Friedrich Paul M\u00fcller und seiner Ehefrau Johanne Marie geb. Feig in Chemnitz geboren. Er besuchte in Chemnitz die Volksschule und danach bis 1901 das K\u00f6nigliche Gymnasium. Es schloss sich das Studium der Theologie an der Universit\u00e4t Leipzig an. In dieser Zeit wurde er in seinen theologischen Auffassungen besonders von Prof. Ludwig Ihmels gepr\u00e4gt. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium verlie\u00df er 1905 die Universit\u00e4t und leistete seinen Einj\u00e4hrigen-Freiwilligen-Milit\u00e4rdienst ab. 1906 bis Ostern 1907 war er als Hauslehrer bei einer Industriellenfamilie in Lauchhammer t\u00e4tig. Am 14. Juli wurde Ernst M\u00fcller in der Michaeliskirche Hirschfeld bei Zwickau ordiniert und als Pfarrvikar eingewiesen. Nach elfw\u00f6chiger T\u00e4tigkeit erfolgte die Berufung auf die Vikarsstelle in Schwepnitz in der Oberlausitz, die er ein reichliches Jahr vertretungsweise innehatte. Es folgten der Dienst als Diakonus im vogtl\u00e4ndischen Rodewisch und schlie\u00dflich die Wahl zum Pfarrer von Obercrinitz als Nachfolger von Pfarrer Otto. Am 29. September 1912 erfolgte die Amtseinf\u00fchrung. In seiner \u201eChronik von Obercrinitz\u201c, die als Kriegstagebuch von August 1914 bis Juni 1917 angelegt ist, schreibt er, sein Hauptbestreben sei \u201eFrieden zu predigen, Frieden zu halten, Frieden zu bringen\u201c. Nur zwei Friedensjahre waren der Kirchgemeinde mit Pfarrer M\u00fcller verg\u00f6nnt und nur f\u00fcnf Amtsjahre. M\u00fcller, der 1916 vertretungsweise auch den Dienst in Stangengr\u00fcn und Wildenau mit \u00fcbernommen hatte, verstarb pl\u00f6tzlich und unerwartet bei einer Beerdigung in Stangengr\u00fcn am 10. August 1917 im Alter von 36 \u00bd Jahren. Vermutet wird ein Gehirnschlag. Er hinterlie\u00df seine Ehefrau, Maria M\u00fcller geb. Schimmel und 2 T\u00f6chter. Das mit Efeu bewachsenes Grab befindet sich zwischen Pfarrhaus und Kirche in Obercrinitz und ist bis heute von der Kirchgemeinde in gutem Zustand erhalten worden. W\u00e4hrend der wenigen Jahre seines Wirkens in der Gemeinde war er zufolge seiner Volksn\u00e4he sehr beliebt und es gab noch bis in die 1970er und 1980er Jahre Gemeindeglieder, die sich in Dankbarkeit an Ernst M\u00fcller erinnert haben. Die von ihm verfasste handschriftliche \u201eChronik von Obercrinitz\u201c gibt einen umfassenden Einblick in die lokalen d\u00f6rflichen Lebensverh\u00e4ltnisse w\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges, die sich \u2013 nach anf\u00e4nglicher Euphorie \u2013 immer mehr verschlechterten und versch\u00e4rften. Auf Grund seines Todes endet die Chronik im Juni 1917.&#8221;<\/p>\n<div id=\"OKAYFREEDOM_INJECTED\" style=\"display: none;\">&nbsp;<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; &#8211; also heute genau vor 100 Jahren &#8211; starb der Obercrinitzer Pfarrer Ernst M\u00fcller. Sein Grab ist &#8211; zwischen Kirche und Pfarrhaus &#8211; erhalten. 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