{"id":3458,"date":"2015-02-01T12:44:35","date_gmt":"2015-02-01T11:44:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/?p=3458"},"modified":"2023-01-02T08:58:55","modified_gmt":"2023-01-02T07:58:55","slug":"vom-zweifeln-und-staunen-im-kirchendachboden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/2015\/02\/vom-zweifeln-und-staunen-im-kirchendachboden\/","title":{"rendered":"Vom Zweifeln und Staunen im Kirchendachboden"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/wp-content\/gallery\/kirchendachboden-2013\/P1010436.JPG\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignnone\" src=\"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/wp-content\/gallery\/kirchendachboden-2013\/P1010436.JPG\" alt=\"P1010436\" width=\"265\" height=\"199\" \/><\/a><em>An dieser Stelle m\u00f6chten wir zuk\u00fcnftig \u00fcber die Baut\u00e4tigkeiten an und um unsere Kirche berichten. Dazu gibt es seit Kurzem auch eine \u00dcbersichtsseite (im Men\u00fc ganz oben). Heute: der Kirchendachboden 2013.<\/em><\/p>\n<p>Nach einem \u00fcberraschenden Anruf standen uns pl\u00f6tzlich im Jahr 2012\/2013 noch F\u00f6rdermittel f\u00fcr den Au\u00dfenbereich der Kirche zur Verf\u00fcgung \u2013 innerhalb weniger Minuten mussten wir dar\u00fcber entscheiden, ob <!--more-->wir daf\u00fcr Verwendung haben.<\/p>\n<p>Uns kamen auf die Schnelle unsere Kirchenfenster, der Kirchensockel sowie der Putz am Eingangsgiebel und eine evt. Trockenlegung der Au\u00dfenwand in den Sinn.<\/p>\n<p>Und dann war es pl\u00f6tzlich soweit &#8211; wir wurden ausgew\u00e4hlt und bekamen tats\u00e4chlich die ILE- F\u00f6rderung.<\/p>\n<p>Wir berieten also \u00fcber die Ablaufplanung der Bauma\u00dfnahmen und wollten auch die Dacheindeckung auf der Friedhofseite in Angriff nehmen.<\/p>\n<p>Doch als wir in der Adventszeit 2012 die Dielung im Dachboden \u00f6ffneten, um evt. Sch\u00e4den in der Holzkonstruktion auszuschlie\u00dfen, stand uns bei jedem Brett, das wir \u00f6ffneten, mehr und mehr die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. Jeder zweite Deckenbalkenkopf hatte gr\u00f6\u00dfere Schadstellen. Die dort eingezapften Sparren hatten im \u00dcbergang zum Deckenbalken ebenfalls defekte Stellen. Aber am schlimmsten hatte es die inneren und \u00e4u\u00dferen Fu\u00dfschwellen getroffen, die fast komplett vom Schwamm und verschiedenen F\u00e4ulen befallen waren. Darauf hin mussten wir leider unser Bauvorhaben komplett auf die Arbeiten am Dachtragwerk ausrichten.<\/p>\n<p>Somit begann im Fr\u00fchjahr 2013 die Planungs und Ausschreibungsphase.<br \/>\nAls dann Mitte Juli 2013 das Ger\u00fcst an der Kirche stand, und wir die Balken und Sparren von au\u00dfen frei legten, war der Schaden noch gr\u00f6\u00dfer als bef\u00fcrchtet.Vergeblich versuchten wir den F\u00f6rderantrag der ILE nochmals zu erh\u00f6hen. Vom Regionalkirchenamt kam nach mehrmaligen Nachfragen dann doch noch ein Zuschuss in H\u00f6he von 12.000,- \u20ac. Sicherlich haben wir uns dar\u00fcber sehr gefreut, doch es war eben auch nur ein Tropfen auf dem hei\u00dfen Stein.<\/p>\n<p>Wir hatten also 2 M\u00f6glichkeiten:<\/p>\n<p>1. Wir bauen bis die F\u00f6rdermittel zu Ende sind und h\u00f6ren dann mitten in den Arbeiten auf oder<br \/>\n2. Wir versuchen alles in einer gro\u00dfen Hauruckaktion fertig zu stellen, was den Vorteil h\u00e4tte, das dieKirchgemeinde nur einmal die Baueinschr\u00e4nkungen zu ertragen h\u00e4tte, dazu m\u00fcssten wirallerdings die gesamten Mehrkosten selbst tragen.<\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt belief sich die Kostensch\u00e4tzung auf ca. 130.000 \u20ac Gesamtkosten. Wir entschlossen uns also, die Arbeiten soweit wie m\u00f6glich komplett fertig zustellen, denn es gab bei einigen Holzverbindungen schon Zweifel, ob wir das statisch \u00fcberhaupt in dem vorhanden Zustand lassen k\u00f6nnen. Um die Gesamtkosten etwas zu entlasten, \u00fcbernahmen wir einige Arbeiten als Kirchgemeinde in Eigenleistung. Wir stellten z.B. die gesamten Staubschutzw\u00e4nde auf der Empore, \u00f6ffneten die komplette Dielung im Dachboden und s\u00e4uberten die Zwischenr\u00e4ume. Wir demontierten die Einhausung des alten Blasebalgs und selbst alle anfallenden Elektroarbeiten wurden von Fachleuten aus unserer Gemeinde ausgef\u00fchrt.<br \/>\nDoch je mehr wir uns vorarbeiteten, desto mehr Schadstellen mu\u00dften behoben werden. Von den vier Gaubenfenstern konnte nur eines erhalten und \u00fcberarbeitet werden, die restlichen drei mussten wir gegen neue L\u00e4rchenholzfenster austauschen.<\/p>\n<p>Der Blasebalg der Orgel wurde f\u00fcr die Bauarbeiten zur\u00fcck gebaut und musste nach Fertigstellung der Holzarbeiten wieder neu eingerichtet werden. Aber auch die Ger\u00fcstkosten stiegen durch die L\u00e4nge der Bauma\u00dfnahmen, die Dacheindeckung auf der Dorfseite und \u00fcber der Sakristei verdoppelte sich. Durch die massive Sch\u00e4digung der Schwellen mussten wir als Erg\u00e4nzungsh\u00f6lzer neue geleimte L\u00e4rchenh\u00f6lzer einbauen, die preislich um ein vielfaches h\u00f6her lagen als Fichtenleimholz. Wir standen an mehr als einem Abend mit wirklich zweifelnden Gesichtern auf der Baustelle und fragten uns, ob wir die Kosten f\u00fcr die Gesamtma\u00dfname trotz F\u00f6rderung \u00fcberhaupt abdecken k\u00f6nnen. Wir \u00fcberlegten schon, vorerst nur Dachpappe als Dacheindeckung zu lassen und die Schieferdeckung aus Finanzierungsgr\u00fcnden auf 5 Jahre zu verschieben.<\/p>\n<p>Aber wir wollten kein Risiko eingehen, denn undichte Stellen in der Dachhaut k\u00f6nnten dem neuen Holz durch Wassereintritt wieder Schaden zuf\u00fchren. Also erfolgte im Anschlu\u00df auch noch die altdeutsche Dacheindeckung in Naturschiefer. Einige Arbeiten im Inneren des Kirchendaches mussten wir dennoch vorerst liegen lassen und auf einen sp\u00e4teren Zeitpunkt verschieben- vorrausgesetzt wir bekommen nochmals einen kleinen Zuschu\u00df daf\u00fcr. Diese Arbeiten waren aber nicht zwingend notwendig, und k\u00f6nnen auch problemlos von innen ausgef\u00fchrt werden. Das Ausgleichen der Deckenbalken und Aufbringen der neuen Dielung wird in den Wintermonaten ebenfalls aus Kostengr\u00fcnden in Eigenleistung \u00fcbernomen.<\/p>\n<p>Nach Abschluss der Arbeiten kamen wir dann aber aus dem Staunen gar nicht mehr heraus&#8230;<\/p>\n<p>Wir haben diese gro\u00dfe Aufgabe und Herausforderung im zur\u00fcckliegenden Jahr 2013 mit allen Baufirmen und vielen ehrenamtlichen Helfern und Mitbetern wirklich gestemmt und erfolgreich abgeschlossen! Ein weiteres Staunen gab es aber auch \u00fcber die gro\u00dfen und kleinen Spenden, die zur Deckung der Gesamtkosten in H\u00f6he von 155.000 \u20ac beigetragen und uns sehr \u00fcberrascht haben. Vielen Dank an dieser Stelle allen Gebern und auch allen, die f\u00fcr diese Bauma\u00dfnahme unabl\u00e4sslich gebetet haben! Selbst vom Regionalkirchenamt bekamen wir nach Abrechnung der Gesamtkosten noch einen au\u00dferplanm\u00e4\u00dfigen Zuschuss. Das alles war f\u00fcr uns eine rie\u00dfige Freude und wir konnten wirklich nur staunen staunen staunen, wie sehr unser gro\u00dfer Gott dieses Bauvorhaben gesegnet hat, uns unsere Finanzierungs\u00e4ngste genommen und auch alle Bauarbeiter und Helfer vor schweren Unf\u00e4llen bewahrt hat . Es ist so wunderbar zu wissen und zu sp\u00fcren, dass so viele Menschen im Gebet unser N\u00f6te mitgetragen haben und uns an ganz vielen Stellen sichtbar und unsichtbar unterst\u00fctzt haben. Vielen, vielen Dank daf\u00fcr!<\/p>\n<p>Und hier noch einige Bilder<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An dieser Stelle m\u00f6chten wir zuk\u00fcnftig \u00fcber die Baut\u00e4tigkeiten an und um unsere Kirche berichten. Dazu gibt es seit Kurzem auch eine \u00dcbersichtsseite (im Men\u00fc ganz oben). Heute: der Kirchendachboden 2013. 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