{"id":1844,"date":"2012-04-12T17:42:42","date_gmt":"2012-04-12T15:42:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/?p=1844"},"modified":"2023-01-02T10:46:49","modified_gmt":"2023-01-02T09:46:49","slug":"gott-lasst-leid-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/2012\/04\/gott-lasst-leid-zu\/","title":{"rendered":"GOTT l\u00e4sst Leid zu&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Schon immer hat mich die so oft gestellte sogenannte Theodizee-Frage: &#8220;Wenn es einen liebenden GOTT gibt, warum l\u00e4sst er dann das Leid zu ?&#8221; irgendwie w\u00fctend gemacht. <!--more--><\/p>\n<p>Wohl vor allem deshalb, weil es meistens von Menschen gefragt wird, die von GOTT nichts wissen (wollen) und diese Frage mit einem Anflug von Geh\u00e4ssigkeit\u00a0und Arroganz einem bekennenden Christen stellen. Und dabei steht nicht das ehrliche Bed\u00fcrfnis einer Antwort im Vordergrund, sondern die Aussicht auf einen \u00fcberforderten Gl\u00e4ubigen, der die eigene atheistische \u00dcberlegenheit best\u00e4tigt.\u00a0<\/p>\n<p>Im Laufe des Lebens wird jeder mit dieser Frage konfrontiert, freiwillig aus theologischem Interesse oder unfreiwillig aufgrund eigener Leidenserfahrung. Da ger\u00e4t das Bild vom &#8220;liebenden GOTT&#8221; selbst beim treuesten Christen ordentlich in&#8217;s Wanken. Wie soll das auch zusammenpassen, all das Elend auf dieser Welt und ein GOTT der Liebe?<\/p>\n<p>\u00a0Je l\u00e4nger ich dar\u00fcber nachdenke, umso mehr\u00a0Antwortans\u00e4tze\u00a0fallen mir ein, und auch wenn keiner allein\u00a0die Frage letzendlich und allumfassend beantwortet, so ergeben sie doch zusammen die Gewissheit:<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>GOTT liebt, auch wenn\u00a0er Leid zul\u00e4sst.<\/strong><\/p>\n<p>Zum einen hat GOTT uns ja als sein Gegen\u00fcber erschaffen, das selbst\u00e4ndig denken, f\u00fchlen und entscheiden kann. Er wollte kein Spielzeug zum Zeitvertreib, sondern einen echten Partner, der ihm gleicht. Und das ist ein echter Liebesbeweis an uns, denn Liebe zwingt nicht, sondern sie basiert auf Freiwilligkeit.<br \/>\nUnd so hat nun jeder Mensch die freie Wahl f\u00fcr oder gegen ein Leben mit GOTT, f\u00fcr oder gegen\u00a0seine Ma\u00dfst\u00e4be.\u00a0Und da wird ja schon die erste Ursache f\u00fcr das Leid in der Welt deutlich: Weil die Menschen sich von GOTT abwenden und nicht nach seinem Willen fragen, treffen sie falsche Entscheidungen und f\u00fcgen anderen Menschen (und meist auch sich selbst) damit Leid zu. Die erste falsche Entscheidung wurde von Adam und Eva\u00a0getroffen und seitdem ist nichts mehr so, wie es sich GOTT eigentlich gedacht hatte. Denn das Paradies ist genau das: Die Welt, wie GOTT sie sich gedacht hat und w\u00fcnscht, wo Menschen im Einklang mit ihm leben und es deshalb auch kein Leid gibt.<\/p>\n<p>Zum anderen ist es ja auch so: Licht als solches existiert ja nur, weil es auch Dunkelheit gibt; Berge nur, weil es auch Ebenen und T\u00e4ler gibt; Gesundheit nur, weil es auch Krankheit gibt. Positive Dinge sind meist (oder immer?) unabdingbar mit\u00a0ihrem negativen\u00a0Gegenst\u00fcck verkn\u00fcpft oder begr\u00fcnden sich erst durch dessen Existenz.<br \/>\nSoll hei\u00dfen: Nur wer Leid kennt oder erlebt hat, kann Freude und Gl\u00fcck als solches wahrnehmen und empfinden.<br \/>\nDas Eine gibt es nicht ohne das Andere.<\/p>\n<p>Und es sind ja gerade die schweren Zeiten, die uns\u00a0pr\u00e4gen, Einsichten bescheren und uns somit zu dem machen, was wir sind. &#8220;Wen GOTT liebt, den z\u00fcchtigt er.&#8221; (<a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/text\/HFA\/Hebr%C3%A4er12%2C6\" class=\"bibleserver extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hebr\u00e4er 12,6<\/a>) Das klingt hart, aber es hat sich als wahr herausgestellt. Leidvolle Erfahrungen lehren uns, worauf es im Leben wirklich ankommt, was wichtig ist und woran sich ein gl\u00fcckliches Leben misst. Sie formen unseren Charakter und unser Denken, lassen uns falsche Wege erkennen und bescheren nicht selten einen Richtungswechsel zu GOTT hin, den es sonst nicht gegeben h\u00e4tte. Ich m\u00f6chte die schweren Zeiten in meinem Leben nicht missen!\u00a0 Ich habe GOTT in diesen Phasen oft ganz neu kennengelernt und erfahren, mein Glaube ist durch sie gewachsen, nicht kleiner geworden. Sie haben mich n\u00e4her zu GOTT gebracht und mein Leben (vielleicht auch meinen Charakter) positiv beeinflusst.<\/p>\n<p>Und so ist auch der letzte Satz des Passionsgedichtes von Karl Gerok (<a title=\"Golgatha\" href=\"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/2012\/04\/golgatha-karfreitag\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Link<\/a>) durchaus methaphorisch zu verstehen:<br \/>\n&#8220;Der Weg zum Paradiese geht \u00fcber Golgatha.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon immer hat mich die so oft gestellte sogenannte Theodizee-Frage: &#8220;Wenn es einen liebenden GOTT gibt, warum l\u00e4sst er dann das Leid zu ?&#8221; irgendwie w\u00fctend gemacht.<\/p>\n","protected":false},"author":32,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1844","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-glaube"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1844"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/32"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1844"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1844\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14176,"href":"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1844\/revisions\/14176"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1844"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1844"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kirche-obercrinitz.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1844"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}