Paco – Wie gehe ich mit Streit um?

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2 Antworten

  1. Jonas Großmann sagt:

    Auch wenn es schon sooo lange her ist, reagiere ich trotzdem gern … Danke für die Rückmeldung. Das ist sehr schön. Und ich hoffe, das Bauchgrummeln ist schon etwas besser geworden …
    Die ganze Wahrheit kann keine Predigt abdecken, es muss immer Stückwerk bleiben. Gerade bei dieser Thematik ist es sehr wichtig, beim konkreten Sachverhalt bzw. Beziehungsgeschehen zu schauen, was wie dran ist. Das ist das schon sehr im seelsorgerlichen Bereich, wo allgemeine Prinzipien wenig taugen.
    Diesen guten hier formulierten Gedanken stimme ich zu – da stecken viele Stücke Wahrheit drin. Sehr gut.
    Für mich ist die Unterscheidung von Vergebung und Versöhnung wichtig geworden. Beides ist anzustreben. Vergebung kann aber erstmal auch nur eine Sachen zwischen mir und Gott sein; unabhängig vom anderen. Versöhnung ist erstrebenswert, aber auch abhängig vom Willen des anderen und nicht erzwingbar. Soweit vllt. nochmal in aller Kürze dazu 😉
    Mein Gebet ist: Jesus, schenke uns Weisheit, gerade in schwierigeren Beziehungen, wie wir wahrhaftig und liebend den anderen, Gott und uns selbst gut im Blick behalten können.

  2. Katrin sagt:

    Hmmm da grummelt es in meinem Bauch. Denn irgendwie ist das nicht die ganze Wahrheit und ein für mich sehr wichtiger Aspekt bleibt außen vor: Von Kindesbeinen an hören wir als Christen, wie wichtig Vergebung ist und dass man selbst seinem Feind vergeben soll. Ist sicherlich richtig und besonders für einen selbst sehr wichtig ABER: Ich darf und soll Unrecht und Verletzungen offen ansprechen und sie mir bewusst machen, auch dem anderen. Die Wahrheit alleine wird frei machen und wenn der andere nicht versteht was mich verletzt hat und sich nicht entschuldigt, habe ich nicht die Pflicht, die Beziehung weiterhin zu pflegen obwohl sie mir schadet. Im Gegenteil ich denke, es ist enorm wichtig für das eigene Seelenheil, sich von Menschen und Beziehungen zu distanzieren, die einem nicht gut tun und wo Enttäuschungen und Verletzungen und ein Nicht-Verstandenwerden an der Tagesordnung sind. Viel zu oft wird alles unter dem Mantel der „Liebe“ und „Vergebung“ zugedeckt, weil es von Christen so erwartet wird. Ich sehe da eine große Gefahr. So können keine ehrlichen und tiefen Beziehungen wachsen und viele leiden seelisch und körperlich unter ungesunden Beziehungen, vor allem innerhalb der Familie. Ich finde es wichtig, Mut zu machen und Aufmerksamkeit zu erwecken wo genau bin ich in ungesunden Beziehungen gefangen, weil ich meine ich müsse immer verzeihen und Gott will das so. Neeee! Das will GOTT sicher nicht. Ist mir irgendwie ein Herzensanliegen, weil ich das unter Christen so oft erlebe und es sogar erwartet wird und als Zeichen der Frömmigkeit gilt, dass ich mit Leuten, die mich verletzen weiterhin Beziehung pflege in der Gemeinde und der Familie. Ein Satz ging bissl unter:“soviel an euch liegt“, heißt, es gibt durchaus Beziehungen da funktioniert der Frieden nicht.

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